Notenpapier-Generator 1.0

Gelegentlich benötige ich einzelne Blätter mit Notenlinien. Eigentlich eher Notenlinien mit einer Zeile für Gitarren-Tabulatur, da ich mit Noten etwas auf Kriegsfuß stehe. Ich kann zwar mit etwas Mühe das Tempo und die Tondauer aus den Noten lesen, aber die Tonhöhe packe ich nicht. Es gibt aber in meiner Reichweite keine gedruckten Blöcke mit Tabulatur und einer Notenzeile. Mit dem Lineal ein Blatt malen ist auch nicht mein Ding. Also hab ich da was programmiert: Einen Notenpapier-Generator.

Die erste Version kann schon mal die Grundlagen: Einen Lochrand auf einer Seite des Blattes, Notenlinien in diversen Zusammenstellungen mit Gitarren-Tabulatur oder Elektro-Bass-Tabulatur (4-Saiter), das ganze in Hochformat und Querformat mit einem (hoffentlich) hübschen Logo. Als Ausgabe gibt es eine PDF-Datei, die Ihr speichern und bei Bedarf immer wieder ausdrucken könnt.

Nehmt die ausgedruckte Seite bitte nur als Kopiervorlage. Mit einem Tintenstrahldrucker geht ein Block Notenpapier richtig ins Geld. Billiger geht es mit einem Kopierer (Copyshop um die Ecke) oder mit einem einfachen Laserdrucker, dann sollte eine Seite so um die 5 Ct kosten.

Probiert den Notenpapier-Generator einfach aus und schreibt mir in den Kommentaren zu diesem Artikel ob es euch gefallen hat und was ich noch ändern oder ergänzen muß. Für Lob und Kritik im voraus vielen Dank.

Alles gelesen? Hier gehts zum Notenpapier-Generator!

Wunde Fingerkuppen

Bevor ich wieder mit der Gitarre angefangen habe, waren meine Fingerkuppen weich und zart (so kam es mir zumindest vor). Dann begann ich Gitarrengriffe zu üben und nach wenigen Minuten fanden sich schmerzhafte Abdrücke der Saiten auf den Fingerkuppen.

Während Nylonsaiten noch relativ dick sind und wenig Spannung haben, sind die Saiten von E-Gitarren grundsätzlich hart und gemein. Die 10er-Saiten auf meiner Les Paul stehen unter hoher Spannung und sind schwer zu drücken. Als Ausgleich dazu sind die 09er-Saiten auf meiner Strat zwar weicher, aber dafür scharf wie Eierschneider. Die Fingerkuppen bilden nach ein paar Wochen intensiver Übung eine Hornhaut, die das schlimmste verhindert.

Es gibt auch andere Methoden die Schmerzen zu mildern: Ist euch schon aufgefallen, dass die Profis mit den Fingern geradezu über die Saiten huschen und die Griffe superschnell wechseln? Das geht nicht mit Kraft. Die Finger drücken präzise und leicht die Saite gerade so stark auf den Bund, dass die Saite nicht scheppert.

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Mit dem Plektrum in der Hand

Bei meinem letzten Unterricht fiel mir die etwas andere Handhaltung meines Gitarrenlehrers auf. Während ich mein Plek mit der Fingerspitze des Zeigefingers an den Daumen drücke, benutzt er das erste Gelenk des Zeigefingers und knickt den Zeigefinger hinter dem Daumen komplett ab. Das Plek schaut nur mit der Spitze zwischen Daumen und Zeigefinger hervor.

Bei meinen bisherigen Bemühungen schaut das Plektrum weiter heraus und beim Anschlag auf die Saiten federt das Plek zurück. Das erzeugt auch mit einem harten Plektrum einen etwas flappigen Ton. Schlimmer noch: Bei rauhen Plektren (z.B. Harley Benton Nylon 1,2mm) bekommt der Anschlag einen etwas sägenden, schleifenden Unterton weil das Plektrum über die Saiten streicht. Nicht so gut.

Das Plektrum liegt bei der Handhaltung meines Gitarrenlehrers deutlich fester und sicherer in der Hand. Versucht mal das Plektrum mit der anderen Hand herauszuziehen: Bei abgeknicktem Zeigefinger geht das deutlich schwerer. Das Plektrum verdreht sich weniger, paßt sich aber auch nicht der Schlagrichtung (Aufschlag oder Abschlag) an. Diese Bewegung muß jetzt die Hand mit übernehmen.

Je nach gerade erforderlicher Spielart kann die Hand dabei offen gehalten oder zur Faust geballt werden. Wer zusätzlich mit Mittelfinger, Ringfinger und kleinem Finger zupfen will, bekommt durch den abgeknickten Zeigefinger mehr Raum.

Es ist für mich nicht ganz einfach, mir meine alte Handhaltung abzugewöhnen: Beim korrekten Griff hakt das Plektrum stärker an den Saiten und die Hand muß genauer und beim Schlag etwas anders geführt werden. Ich werde wohl noch eine ganze Weile üben müssen, um die Bewegungen sauber auszuführen.

Als Belohnung bekommt die Gitarre mit einem Mal einen anderen Klang: Der Anschlag klingt kräftiger und bei gleicher Verstärker-Einstellung deutlich lauter.

Tuxguitar

Im vorigen Beitrag habe ich bereits die Tabulatur einer Übung im .tg-Format veröffentlicht. Also sollte ich auch einmal erzählen, was es mit Tuxguitar auf sich hat:

Tuxguitar ist ein Open Source Tabulatur- und Noten-Editor mit der Möglichkeit die Stücke abzuspielen.

Ich war auf der Suche nach einer einfachen Möglichkeit um für den Eigenbedarf vorhandene Noten oder Übungen sauber in eine TAB-Notation zu übertragen und auszudrucken. Als Alternative zu kommerziellen Tools wie GuitarPro bot sich damals Tuxguitar an.

Da ich Windows nur noch selten einsetze, ist es für mich wichtig, dass Tuxguitar alle Plattformen (Windows, Mac OSX, Linux) verfügbar ist. In vielen Linux Distributionen kann Tuxguitar über die normalen Repositories nachinstalliert werden, oft allerdings nur älteren Versionen. Aktuell wird Tuxguitar in der Version 1.0 ausgeliefert.

Die Eingabe eines Stückes kann per Mausklick in den Notenlinien oder mit Eingabe des Bundes im TAB passieren. Auf diese Weise kann ich ohne große Überlegungen die Noten eines Stückes vom Blatt einklicken. Songtexte erscheinen unter den TAB's. Neben den üblichen Noten sind Effekte wie z.B. Pull-Off, Hammer-On verfügbar. Über eine Grifftabelle können Akkorde zugefügt werden.

Wem die Eingabe zu mühselig ist, für den stehen Importfunktionen für die gängigen Dateiformate verschiedener anderer Editoren zur Verfügung. Neben dem Import von GuitarPro, Tableedit und Powertab, können Midi-Files direkt eingelesen werden. Für GuitarPro und Midi-Files steht auch ein Export zur Verfügung. Dem Austausch von Dateien mit anderen Benutzern steht nichts im Wege.

Alle Stücke können entweder ausgedruckt werden oder am Bildschirm angezeigt werden. Beim Abspielen werden Noten und TABs am Bildschirm gescrollt, der jeweils gespielte Ton wird hervorgehoben. Töne und Metronom werden dabei über die Soundkarte des Computers ausgegeben, so daß man einen Eindruck von der Melodie des Stückes erhält. Für Übungen stehen unterschiedliche Abspielgeschwindigkeiten zur Verfügung, die man mit jeder neuen Wiederholung bis zum Original-Tempo steigern kann.

Meine Anforderungen deckt Tuxguitar komplett ab. Probiert es einfach selber aus: Tuxguitar Homepage

Die ersten Blues-Übungen

In der letzten Woche kam im Gitarren-Unterricht zum ersten mal das Thema Blues auf.

Zunächst ging es einen einfachen 12-Takter, der auf den offenen E, A und D-Saiten gespielt wird. Die Grundton-Saite wird jeweils offen gespielt und um einen Ton im zweiten Bund der folgenden Saite ergänzt. Gespielt wird nur der Grundton und die darunter liegende Seite.



Der Ton auf dem zweiten Bund wird mit dem Zeigefinger als etwas angehobenes Barré gegriffen, so das die anderen Saiten abgedämpft werden und bei einem versehentlichen Anschlagen nicht mitklingen. Für D wird das Griffmuster auf die offene D-Saite verschoben, für E in die andere Richtung auf die offene E-Saite.

Im Wechsel werden jetzt einfach die Grund-Akkorde als Achtel mit Abschlägen gespielt. Für einen einfachen 12-Takter käme z.B. diese Akkordfolge in Frage:

A | A | A | A
D | D | A | A
E | D | A | E

Wenn die Achtel sitzen, dann kann das ganze ausgebaut werden. Hierzu wird im Wechsel auf den 4. und 5. Bund gegriffen und das ganze dann im Triolenfeeling gespielt. Damit Ihr wißt was ich meine, gibt es hier das Gesamtwerk als Tab/Noten-Datei für Tuxguitar: Blues-Uebung1.tg

Feel the Beat!

Wenn ich einen neuen Song auf meiner Gitarre spiele, habe ich Schwierigkeiten das Tempo zu halten. An einigen Stellen bin ich schneller, an anderen setzt es ganz aus. Wie eine unterbrochene Übertragung bei YouTube.

Als Gegenmittel hat mir mein Gitarrenlehrer als erstes gezeigt, daß ich mit dem Fuß mit tappen soll. Ganz einfach: Auf jeder Viertelnote einmal mit dem Fuß auf den Boden klatschen. 4/4-Takt = 4 mal Fußwippen. Feal the Beat! Klopf mit dem Fuß den Rythmus der Musik.

Klingt einfach, war es für mich aber nicht. Die zusätzliche Bewegung hat mich völlig rausgebracht. Die nächsten paar Übungen war ich mehr darauf konzentriert den Fuß zu bewegen als den Takt zu halten.

Als Übung habe ich dann eine Woche lang nur den Fuß bewegt und dazu Viertelnoten als Abschlag gespielt. Als Beat habe ich ein Metronom mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten benutzt.

Das Metronom gibt das Tempo vor. Der Fuß kopft den Rhythmus und lernt die gleichmäßige Bewegung. Mit der rechten Hand spiele ich auf der Gitarre die Viertel als Abschlag und zähle dabei im Kopf den Takt mit (1 und 2 und 3 und 4 und ...). Die linke Hand greift dabei irgendeinen Akkord oder dämpft einfach alle Saiten ab.

Die Schwierigkeit besteht darin, alles genau auf den Punkt, das Tack des Metronoms zu bringen und den Rhythmus über 5 bis 6 Minuten durchzuhalten. Wenn Ihr den 4/4-Takt könnt, versucht es mal mit einem 3/4-Takt.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Bogen wirklich raus hatte und ich mache diese Übung immer noch regelmäßig.